Sommerwanderfahrt 2004
Die Donau im Sommer von Philipp Hartmann
Nachdem Daniel Eggert und Christian Gümmer es 2003 schon verschlafen hatten, eine Wanderfahrt einzurichten, wurde diese 2004 umso sehnlicher erwartet!
Trotz großer Publicity war die Gruppe nur acht Mann stark, ich korrigiere: sieben Mann und eine Frau.
Am 17.07. ging es am Bückeburger Bahnhof los. Unter dem Motto: Wir haben Zeit, Daniel schreibt noch seine Zwischenprüfung, hatten wir noch genug Muße, den T5 zu bestaunen und uns dann gegen Mittag nach Hannover aufzumachen. Mit Daniel im Gepäck starteten wir in Richtung Regensburg, genauer nach Neustadt a. D. Abends angekommen, gingen wir mit hohen Erwartungen an den nächsten Tag schlafen. Immerhin sollte Raimund dann seinen 17. Geburtstag begehen.
18.07.
60 km bis Regensburg
Raimunds Geburtstag! Anfangs super Wetter! Ordentliche Strömung, alles TOP!
Auch in Weltenburg war alles super: ein altes Kloster mit Klosterbrauerei. Dort wurde auch das hauseigene Bier gleich probiert. Ein langer Kiesstrand läutete dann den Donaudurchbruch ein.Gegen Nachmittag stellte sich dann jedoch langsam der von Ruderern so gefürchtete Kackreiz (nicht wörtlich zu verstehen!) ein. Hauptgrund dafür waren die Sightseeing-Schiffe, von uns liebevoll Stinker genannt.
Und auch die Strömung riss ab.
Einziger Lichtblick: Ankunft in Regensburg! Festivalstimmung lag in der Luft - und wir Ruderer mittendrin. Mit unseren Booten, unseren braungebrannten, gestählten Bodys (engl. für Körper!) stapften wir Richtung Bootshaus, die feinen Herren in Ausgehkleidung störten uns da herzlich wenig, außerdem waren wir für ca. 5 min Hauptaugenmerk des feiernden Pöbels. Es wurde noch bis lange in die Nacht hinein gefeiert.
19.07.
Ruhetag in Regensburg
Schon früh morgens (ca. 12 Uhr), kurz nach dem Aufstehen, entdeckten wir den Kicker (!!!).
Nach einem kurzweiligen Stadtbesuch von 4 Stunden wartete wieder der Kicker. Ein Turnier war schnell veranstaltet. Siegerin: Christine. Zwischendurch war dann Frust-von-der-Seele-baden, da man ja gegen ein Mädchen im Kickern verloren hatte. Abends war wieder Festival in Regensburg und auch das Bier war nicht weit.
20.07.
62 km bis Straubing
Die Donau wurde zusehends breiter, welches bei uns starkes Unbehagen auslöste.
Später wurde sie glücklicherweise wieder schmaler, dafür jedoch das Wetter schlechter.
So kam es, dass wir beim Einbiegen in den alten Donauarm von Blitzen, starkem Regen, Kälte und Sturm gepeinigt wurden. (Philipps sehnlichst erwarteten Steuerkilometer waren plötzlich nicht mehr so relaxt)
Abends grillen, Wetter klarte langsam auf.
21.07.
36 km bis Deggendorf
Nur 36 km, da haben wir ja ewig Zeit! Das Wetter war wie immer schön und warm.
Ich gehe soweit, die Behauptung aufzustellen, dass wir ganze 34 km getrieben sind!
Irgendwann wollten alle aus dem Boot, um an diversen Albereien teilzunehmen, sodass Daniel und Philipp mit den Booten Gassi gehen mussten. Mit der Bugleine klappte das auch ganz gut. Immerhin war die Donau nur 1,50 Meter tief.
Bei einer Schleuse fanden wir dann einen super Holzstab - eigentlich war es ein verwahrloster Zauberstab - leider konnten wir keinen Regen beschwören, um das Wetter kühler zu gestalten.
Abends stand Gegrilltes auf dem Speiseplan (nach Nudeln mal wieder etwas Abwechslung).
22.07.
60 km bis Passau
Wann gibt es endlich wieder REGEN??? Aber nein, wir beschweren uns ja nicht über das Wetter! Das Boot 1 der RRS mit hochrangigen Besatzungsmitgliedern wie Gümmer, Hauke und Philipp (mir), machte schon nach 4 Kilometern Pinkelpause (na gut, die hat dann auch 20 min gedauert).
Ein pausenreicher Tag und trotzdem schon um 16 Uhr Ankunft. Und das bei unglaublichen 27°C!
Da bleibt neben der Zeit fürs Feierabendbier, auch noch Zeit, einen Staudamm in der Ilz zu bauen. Und Christine nutzte ihren Charme, um kleine Jungs zu ködern (nicht uns!).
Abends einen Abstecher in die City, der doch etwas länger wurde und bei einigen (eigentlich nur Einem!) seine Spuren hinterließ.
23.07.
Ruhetag in Passau
Der Ruhetag verlief für Hauke und Philipp sehr schlecht, da sie eigentlich die ganze Zeit am Zelt darauf warteten, dass die anderen, die eigentlich um 17 Uhr wiederkommen wollten, endlich kamen. (Ankunft der Gümmerbande war 23.30 Uhr). Da der T5 verschlossen war und wir keine Bücher etc. hatten, mussten wir uns mit der BILD beschäftigen (Deshalb wurde auch die darauf folgende Woche die Story der 14-jährigen Anne mit ihrem 36-jährigen Freund mit Spannung verfolgt).
24.07.
62 km bis Aschach
Dem Landdienst ist ein Reifen geplatzt, der bereits 12 Jahre alt war....
Anfangs trübes Wetter, später Regengüsse, sodass die Boote gezwungen wurden, anzulegen.
Das Boot Hauke-Daniel-Philipp legte an einer einsamen Hütte an und verbrachte da 3 Stunden mit den leider misslungenen Versuchen, ins Haus zu kommen.
Der Regen verzog sich leider nicht und wir mussten weiter. Ankunft war erst abends um 22.30 Uhr. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an unseren spontanen Gastgeber, den Sportverein in Aschach, der uns seine Turnhalle zur Verfügung stellte und uns so vor einer kalten Nacht im Regen bewahrte!
25.07.
32 km bis Linz
Wetter wieder besser, sonst nichts Erwähnenswertes. Frühe Ankunft in Linz, langes Baden im kristallklaren grünen Wasser des dortigen Hafenbeckens.
26.07.
53 km bis Grein
Tag genauso wie am 25.07., nur etwas wärmer und spitzen Bootsbesetzung mit interessanten Themen...
Strömung war recht seicht.
27.07.
39 km bis Pöchlarn
Strömung in Ordnung. Sonne scheint. Aber sehr kaltes Wetter.
Treffen auf den Landdienst.
28.07.
32 km bis Stein
Anfangs windig – aber super Gegend mit vielen kleinen Burgen und idyllischen Dörfern.
Dann jedoch fanden die Ruderer einen Sandstrand, was Gümmer und Philipp zu stundenlangem Warten veranlasste, da diese beiden Landdienst hatten und somit nicht wussten, wo sich die anderen befanden.
29.07.
40 km bis Tulln
Einziger Höhepunkt dieser Etappe: Wir überholen den DRV in einem Affenzahn, endlich mal Boote, die langsamer sind als wir!
Nach dem Anlegen dann Fressschlacht mit Kartoffelpuffern und Apfelmus.
Wir haben der DRV-Wanderfahrt das Clubhaus gelassen (die brauchten etwas mehr Platz!) und unter freiem Himmel geschlafen. Im Gegenzug durften wir bei für uns bisher unbekannten Kommandos zusehen (Boot drehen und nicht fallen lassen, dreht los!)!
30.07.
30 km bis Wien
Endlich wieder verdammt gutes Wetter (passend zur Einfahrt in Wien); Ankunft schon mittags.
Nach Weinverkostung mit unseren Gastgebern im Bootshaus ging es in die Stadt, um erste Impressionen zu sammeln und zu essen.
31.07.
Sightseeingtour in Wien