Am
Freitag ging es wie gewohnt mit dem Bus am
Gymnasium los. Während ein Teil der Boote
schon am Mittwoch von Lars B., Raimund,
Björn und Gümmer am Mittwoch nach Kassel
gebracht wurden, bemühte man sich am Freitag
das Gepäck in den Bus zu packen. Außerdem
reisten einige mit dem Zug nach Kassel.
Darunter die Güttler-Brüder und Heiko
Becher, bekannter als das Professoren-Boot.
Am Ende
waren ca. 30 Leute in Kassel. Einige
beschlossen draußen zu schlafen - auf grund
des warmen Wetters! Das Chaotenboot um Andi,
Lars M., Birk, Jan und meiner Wenigkeit
"lieh" sich erst mal am nächsten Tag ein
paar Bierflaschen in einem geschickten
Manöver von einem unumsichtigen Camper,
welcher einen Kasten Bier zum Kühlen ins
Wasser gestellte hatte.
Nachdem
man die mit Schleusen gespickte Tour nach
Hann. Münden überstanden und auch den
Attacken der Kameradschaft entgangen
war, war das traditionelle Döner essen
angesagt.
Am
nächsten Tag, auf der Fahrt nach Höxter,
hielt sich das schöne Wetter zunächst und
man ließ sich mit der Strömung treiben, als
plötzlich ein Unwetter aufzog. Alle Boote
wurden klatschnass, bis auf die Schaumburg-
Lippe. Doch Andi, der
Obmann der SL, musste unbedingt seine
Mütze retten, die der Sturm hinfort trug und
schwamm todesmutig hinterher.
Nachdem
Christoph aufgrund von Magenverstimmungen
abgeholt werden musste, beschlossen alle
erst
mal etwas zu Essen, denn die
K-schaft spendierte Pizza. Leider aß ich
aber vorher Käse-Sahne Nudeln, welche mir
und meinen Ruderkollegen eine frohe Nacht
einbrachte: Nachdem ich mich mehrmals
übergeben hatte beschloss ich trotzdem
weiter zu rudern. Doch ich war sehr
geschwächt, so dass ich nur mitbekam, dass
die Wesertaufe aufgrund der Infektionen -
nennen wir sie hier einfach Seuche -
ausfalle und dass Phillip jetzt auch
infiziert sei. Außerdem brach eines unserer
Skulls, weswegen wir in Bodenwerder die
Mannschaft um Jan verkleinern mussten.
Phillip
vollbrachte das Kunststück, als Steuermann
während der Fahrt einzuschlafen, was mir
leider aufgrund einer nervenden Stimme nicht
gelang, welche sich anhörte wie die von
Andi. In Bodenwerder schlief ich kurz nach
der Ankunft ein, aber man erzählte mir, ich
habe einen sehr aktiven Schlaf. Morgens in
aller Frühe schnappten wir uns die Fahnen
anderer Boote, darunter eine
Totenkopfflagge. Diese Flaggen befestigten
wir an dem kaputten Skull und benutzten es
als mit Wäscheleinen verstärkten Mast.
Nachdem
wir die Hennemann abgehängt hatten,
versteckten wir uns mit einer
Unsichtbarkeitshülle und warteten bis alle
vorbei gerudert waren, aber wir überholten
die anderen, als sie bei Hessisch Oldendorf
Mittag machten. In Rinteln waren alle froh,
dass es Duschen und vor allem ordentlich
'was zu essen gab. Am nächsten Tag lief
alles ruhig, bis ich meine eigene
Wasserschlacht gegen Andis und Lars M.'s
Willen machte. So musste ich Asyl bei der Niedersachsen
suchen, welche mich
aufnahm als mein Boot wegruderte. Doch die
letzten Kanalkilometer ruderte die SL
als gesteuerter Dreier wieder zusammen.
Am Ende
waren alle zufrieden und freuten sich schon
aufs nächste Jahr.