Pfingstwanderfahrt 2003

Kassel – Bückeburg von Niklas Laasch

 

Am Freitag ging es wie gewohnt mit dem Bus am Gymnasium los. Während ein Teil der Boote schon am Mittwoch von Lars B., Raimund, Björn und Gümmer am Mittwoch nach Kassel gebracht wurden, bemühte man sich am Freitag das Gepäck in den Bus zu packen. Außerdem reisten einige mit dem Zug nach Kassel. Darunter die Güttler-Brüder und Heiko Becher, bekannter als das Professoren-Boot.

 

Am Ende waren ca. 30 Leute in Kassel. Einige beschlossen draußen zu schlafen - auf grund des warmen Wetters! Das Chaotenboot um Andi, Lars M., Birk, Jan und meiner Wenigkeit "lieh" sich erst mal am nächsten Tag ein paar Bierflaschen in einem geschickten Manöver von einem unumsichtigen Camper, welcher einen Kasten Bier zum Kühlen ins Wasser gestellte hatte.

 

Nachdem man die mit Schleusen gespickte Tour nach Hann. Münden überstanden und auch den Attacken der Kameradschaft entgangen war, war das traditionelle Döner­ essen angesagt.

 

Am nächsten Tag, auf der Fahrt nach Höxter, hielt sich das schöne Wetter zunächst und man ließ sich mit der Strömung treiben, als plötzlich ein Unwetter aufzog. Alle Boote wurden klatschnass, bis auf die Schaumburg- Lippe. Doch Andi, der Obmann der SL, musste unbedingt seine Mütze retten, die der Sturm hinfort trug und schwamm todesmutig hinterher.

 

Nachdem Christoph aufgrund von Magenverstimmungen abgeholt werden musste, beschlossen alle erst mal etwas zu Essen, denn die K-schaft spendierte Pizza. Leider aß ich aber vorher Käse-Sahne Nudeln, welche mir und meinen Ruderkollegen eine frohe Nacht einbrachte: Nachdem ich mich mehrmals übergeben hatte beschloss ich trotzdem weiter zu rudern. Doch ich war sehr geschwächt, so dass ich nur mitbekam, dass die Wesertaufe aufgrund der Infektionen - nennen wir sie hier einfach Seuche - ausfalle und dass Phillip jetzt auch infiziert sei. Außerdem brach eines unserer Skulls, weswegen wir in Bodenwerder die Mannschaft um Jan verkleinern mussten.

 

Phillip vollbrachte das Kunststück, als Steuermann während der Fahrt einzuschlafen, was mir leider aufgrund einer nervenden Stimme nicht gelang, welche sich anhörte wie die von Andi. In Bodenwerder schlief ich kurz nach der Ankunft ein, aber man erzählte mir, ich habe einen sehr aktiven Schlaf. Morgens in aller Frühe schnappten wir uns die Fahnen anderer Boote, darunter eine Totenkopfflagge. Diese Flaggen befestigten wir an dem kaputten Skull und benutzten es als mit Wäscheleinen verstärkten Mast.

 

Nachdem wir die Hennemann abgehängt hatten, versteckten wir uns mit einer Unsichtbarkeitshülle und warteten bis alle vorbei gerudert waren, aber wir überholten die anderen, als sie bei Hessisch Oldendorf Mittag machten. In Rinteln waren alle froh, dass es Duschen und vor allem ordentlich 'was zu essen gab. Am nächsten Tag lief alles ruhig, bis ich meine eigene Wasserschlacht gegen Andis und Lars M.'s Willen machte. So musste ich Asyl bei der Niedersachsen suchen, welche mich aufnahm als mein Boot wegruderte. Doch die letzten Kanalkilometer ruderte die SL als gesteuerter Dreier wieder zusammen.

 

Am Ende waren alle zufrieden und freuten sich schon aufs nächste Jahr.