Osterwanderfahrt 2009 von Stefan Heikebrügge
Am Karfreitag frühst morgens ging es los. Neun verwegene Rudernde, davon einige Veteranen der Ostereiswanderfahrt 2008, ließen es sich nicht nehmen an der diesjährigen von Andi und Hauke organisierten Überraschungs-Osterwanderfahrt teilzunehmen.
Nachdem die Gerüchteküche im Stadtbulli während der Fahrt zum geheimen Ziel hochkochte und Magdeburg als Einsatzstelle der Boote ausgemacht hatte, wurden mit zunehmender Fahrtdauer diverse Routenanpassung nötig (man kann auch über Passau oder Hamburg nach Magdeburg fahren). Ziel der Fahrt war dann allerdings Celle, wo die Bückeburg, die noch Hein Mohr’s und die Bradi nach kurzen technischen Problemen in die Aller zu Wasser gelassen wurden. Bei herrlichem Sonnenschein und besten Temperaturen ging der Bedarf an Sonnenmilch gegen unendlich.
Nach einem herrlichen Wanderrudertag erreichten wir gegen Abend Hodenhagen. Hier erwartete uns eine Schlamm-Kneip-Kur beim Anlegen. Auch musste mit dem Peikhaken eine Bestie, die am Ufer drohend lag erlegt werden. Es stellte sich leider heraus, dass die Bestie auf den Namen Ortlieb hörte und ein wasserdichter Packsack war (Ortlieb heißt das Ding noch immer, nur wasserdicht ist es nicht mehr). Übernachtet wurde im örtlichen Grandhotel in dem zum Frühstück Milch, Kaffee, frische Brötchen und Honig flossen, so dass manch Rudernder mit zu vollem Magen rudern musste.
Auf Grund dieses Handicaps konnte auf der Etappe des zweiten Tages nach Verden nicht so viel aktiv gerudert werden und die Strömung musste treibend ausgenutzt werden, damit nicht zuviel Zeit verloren wurde. Die Sonne brannte vom Himmel, so dass der weiße Packsack auf dem Steuermannsplatz der Bückeburg sich langsam rot verfärbte. Auch verlor die Hein Mohr’s ihren bewährten Namen und wurde der von ihr ausgehenden Geräuschkullisse folgerichtig in Bierkasten umbenannt. Die Mittagsrast wurde am Allerstrand gehalten. Hier konnten die Besatzungen der nachfolgenden Boote anschaulich erleben, wie Pärchendeeskalation an Bord der Bückeburg örtlich umgesetzt werden kann. Übernachtet wurde am Boothaus des Verdener Rudervereins, dessen Minibar die Minibar des Grandhotels in Hodenhagen bei weitem übertraf.
Am Ostersonntag ging es wieder bei strahlendem Sonnenschein die letzte Etappe die Aller herunter über die Weser nach Bremen. Da die Sportbootschleuse in Vegesack außer Betrieb war, hieß es kurz vor erreichen des Zieles noch einmal verschärft umtragen.
Nach kurzem Anhübschen in Bremen ging es zum Bahnhof nach Bremen. Leider merkte die Deutsche Bahn AG erst nach geplanter und auf dem Bahnsteig auch angezeigter Abfahrtszeit des Zuges, dass dieser an Feiertagen nicht fährt. So musste nach kurzer Wartezeit ein anderer Zug Richtung Heimat genommen werden.